Ausbildung zum Amateurfunker

Als Funkamateur wird man leider nicht geboren, sondern muss sich das dazu notwendige Wissen später verschaffen. Dazu gehören Kenntnisse der Betriebstechnik (Nach welchen Regeln läuft ein Funkgespräch ab?), von Gesetzen und Vorschriften (Kann ich auch mal meine Oma an die Morsetaste lassen?) und natürlich der Technik (Wie funktioniert eigentlich ein Ringmischer?). Der letzte Themenbereich hat dabei das größte Gewicht.
In Deutschland gibt es zwei "Arten" von Funkamateuren, deren Zugangsprüfungen sich im Schwierigkeitsgrad deutlich unterscheiden: Die Klasse E sowie die Klasse A. Für Erstere braucht man nicht so intensiv zu büffeln, denn hier wird nur das allernotwendigste Basiswissen abgefragt. Dass diese Prüfung keinen zu hohen Schwierigkeitsgrad hat, zeigt sich auch darin, dass mittlerweile auch schon Kinder unter zwölf Jahren Funkamateure der Klasse E geworden sind.
Aufgrund der geringeren Anforderungen müssen Sie aber auch einen kleinen Nachteil in Kauf nehmen: Mit einem Zeugnis der Klasse E dürfen Sie nämlich nicht auf allen für den Amateurfunk zugelassenen Frequenzbereichen und auch nur mit reduzierter Leistung senden. Es lohnt sich aber dennoch, auf diese Weise den Amateurfunk kennenzulernen, denn auch trotz dieser Einschränkungen können Funkamateuren der Klasse E Verbindungen mit allen Teilen der Erde gelingen.
Wer alle Amateurfunkbänder nutzen möchte, sollte anschließend noch eine Prüfung für die höhere Klasse ablegen. Allerdings ist hierfür der Fragenkatalog umfangreicher und geht auch mehr ins Detail. Wer es sich zutraut, kann im Übrigen auch gleich in die Klasse A einsteigen - ohne den „Umweg“ über die Klasse E.
Das notwendige Wissen für die Prüfungen kann man sich über spezielle Literatur oder auch einen Internetlehrgang (zum Beispiel www.amateurfunklehrgang.de) aneignen. Wem allein lernen zu langweilig ist, kann sich auch an den Deutschen Amateur Radio Club (www.darc.de) wenden. Dahinter verbirgt sich der Verband der deutschen Funkamateure, dessen Ortsverbände ab und zu Lehrgänge für die Erlangung eines Amateurfunkzeugnisses durchführen.